Wort zum Sonntag

Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern:
„Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“. Matthäus 16:24

Mit diesem einen Satz lehrt uns Christus noch einmal, unser „Ich“, uns selbst, nicht zum wichtigsten zu machen, sondern so sein wie er ,,demütig„ – so das wir ein Vorbild für andere sein können.

Eine der wichtigsten Tugenden des Christentums ist nämlich die Demut.

Sie drängt den wahren Gläubigen immer dazu, seine Person, sein inneres Wesen zu erkennen, auf Gott zu vertrauen, zu lieben, nur den Demütigen Gnade zu schenken.

So wie es kein größeres Übel als Stolz gibt, gibt es kein größeres Gut als Demut. Der Schöpfer des ganzen Universums, der Schöpfer und Retter, demütigte sich, wurde Mensch und machte sich auf, der Menschheit zu dienen, um demütig den Weg zur Errettung der ganzen Menschheit zu zeigen.

Der Evangelist Lukas sagt: „Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden“. (Lukas 18:14)

Liebe Freunde, lasst uns Demut nicht als Schwäche der Seele oder Schwäche des Geistes oder Schwäche des Willens betrachten sondern als ein Zeichen des Mutes, der Weisheit des Verstandes und der Aufrichtigkeit des Willens.

Es gibt keinen Herrn auf der Welt, der seinen Dienern die Füße wäscht, es gibt keinen König, der seinen Untertanen dient, es gibt keinen Prinzen, der sich für seinen Diener opfert.

All dies tat unser Herr nicht nur in Demut und Sanftmut, sondern er hat auch für uns unbeschreiblich leiden müssen, den grausamen Tod am Kreuz sterben, aber als auferstandener hat er uns ein lebendiges Beispiel gegeben: die triumphale Himmelfahrt eines demütigen Menschen.

Meine Lieben, erfüllt und voller Demut verleugnen wir uns selbst und lasst uns würdige Kinder unseres Herrn sein. Amen.

Pfr. Gnel Gabrielyan

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