Surb Sargis der Heerführer

Ein unerschütterlicher Zeuge des christlichen Glaubens, Fürsprecher der Liebenden und Patron der Jugend.

Der Surb Sargis ist einer der beliebten und populärsten Heiligen der Armenischen Kirche. Der Gedenktag heißt im Kirchenkalender: „Gedenktag an den Surb Sargis, seinen Sohn Martiros sowie 14 Soldaten“. Surb Sargis hat keinen festen Gedenktag im Jahr. An ihn wird jedes Jahr grundsätzlich am Samstag des Arajavorats Pahk (Fastenzeit der Vorfahren) 11. Januar und 16. Februar gedacht.

Surb Sargis war griechischer Abstammung und römischer Bürger. Sein Geburtsdatum ist uns unbekannt. Es ist anzunehmen, dass er in Kappadokien zur Regierungszeit Kaiser Konstantin 1. (306-337) geboren wurde und schließlich für ihn in der Armee diente. Bereits in seiner Jugendzeit nahm er das Christentum an, führte ein frommes und tugendhaftes Leben und blieb immer dem christlichen Glauben treu. Während der Regierungszeit von Kaiser Julian, genannt der Abtrünnige (361-363), der angefangen hat den Christen wieder zu verfolgen, geriet auch Sargis in Schwierigkeiten und musste das Land verlassen und in ein anderes Land ziehen. So kam Sargis mit seinem Sohn Martiros nach Armenien und stellte sich in den Dienst des armenischen Königs Tiran (342-350). Nach einer kurzen Zeit musste er auch Armenien verlassen und nach Persien fliehen.

Der persische König Schapur II. (310-379) benannte Sargis als Befehlshaber im persischen Heer für die Grenzgebiete zum Römischen Reich. Innerhalb kurzer Zeit wurde er durch seine Heldentaten und Siege bekannt und beliebt. Aber es dauerte nicht lange, dass König Schapur vom seinen Christ sein und von den Bekehrungen seiner Soldaten erfuhr. Da rief er Sargis zu sich und befahl ihm, die heidnischen Götter und das Feuer anzubeten.

Surb Sargis lehnte dies ab und verteidigte mutig den wahren christlichen Glauben: „Ich glaube an dreieinigen Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Die Figuren der Götter, die du hast, und das Feuer im Tempel von Menschen gemacht sind und haben keine göttliche Kraft. Ich als ein irdischer Mensch kann sie zerstören“.

Sogleich begann er die Figuren zu zerstören und das Feuer zu löschen. In der dadurch entstandenen Verwirrung wurde der Mardiros vor seinen Augen durch die überreizte Menge getötet. Surb Sargis wurde wieder ins Gefängnis gebracht. Der König erhoffte, Surb Sargis durch Foltern zur „Reue“ zu zwingen und ihn so für seine Armee zu gewinnen. Als dies nicht erfolgte, wurde Surb Sargis im Jahre 363 zum Tode verurteilt.

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Vor der Urteilsvollstreckung betete Surb Sargis folgendermaßen:

„Oh, Herr, Christus mein Gott, diejenigen, die in ihren Schwierigkeiten meines Namens gedenken und in Erinnerung meines Martyrertodes durch Gelöbnis und Gottesdienst gedenken, so erhöre sie und gewähre denen alles, was sie von dir erbitten“.

Eine Stimme vom Himmel antwortet ihm: „Ich werde deiner Bitte entsprechen und dein Ersuchen erfüllen. Komm zu mir und empfange dein Heil“. In diesem Augenblick wird er enthauptet.

Der Leichnam des Surb Sargis wurde von vierzehn Soldaten, die das Christentum angenommen haben, bestattet, wofür auch sie alle den Märtyrertod erleiden mussten. Die Gläubigen finden die Leichen von Sargis und Martiros sowie der anderen 14 Martyrer, bringen nach Assyrien und bestatten dort.

Im 5. Jahrhundert brachte der Hl. Mesrop Maschtoz, als er in Assyrien war, die Reliquien des Surb Sargis in die armenische Ortschaft Karbi (nicht weit von der Stadt Ashtarak in der Republik Armenien). Er ließ dort eine Kirche bauen, die auch heute noch ein beliebtes und gern besuchtes Ziel vieler Menschen ist. Während der Jahrhunderte wurden sowohl in Armenien als auch in der Diaspora viele Kirchen errichtet und dem Surb Sargis gewidmet. Oft gibt es in diesen Kirchen auch ein Bild vom Surb Sargis auf einem weißen Pferd. Er zerdrückt den Kopf eines Drachen, als Symbol seines Sieges über den Bösen. Im 12. Jahrhundert schrieb Hl. Nerses der Begnadete (Schnorhali) einen Kirchenhymnus speziell für den Gedektag des Surb Sargis, der bis jetzt am seinen Gedenktag gesungen wird. Die Gläubigen bezeichnen ihn als „unbesiegter Zeuge und Gönner aller Fürbitten“.

Vor einigen Jahren erklärte S. H. Garegin II., Katholikos Aller Armenier, den Gedenktag des Surb Sargis als Tag der Segnung der Jugend. Am diesen Tag gehen viele Jugendliche zur Kirche, beten an Gott, ersuchen die Fürbitte des Heiligen und empfangen den Segen Gottes durch einen Geistlichen.

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Es ist der Namenstag von: Sargis, Sako, Sergey, Serge bzw. Serzh, Serozh, Martiros, Martik. Wir wünschen allen, die einen von diesen Namen tragen, Gottes Segen!