Die Diözese der Armenischen Kirche in Deutschland verurteilt die aggressive Politik Aserbaidschans gegenüber der Bevölkerung von Berg-Karabach auf das Schärfste und ruft zum sofortigen Ende der Gewalt auf

Die Diözesan-Delegierten-Versammlung der Armenischen Kirche in Deutschland ist an diesem Wochenende in Köln zusammengekommen, um wichtige Fragen und Herausforderungen im Zusammenhang mit der hiesigen Gemeinschaft und dem Glauben zu besprechen.

Die Teilnehmer des höchsten Laiengremiums der Diözese äußern ihre tiefe Besorgnis über die anhaltende aggressive Politik Aserbaidschans an der Grenze zu Armenien und insbesondere gegenüber der indigenen armenischen Bevölkerung in Berg-Karabach. Die Delegierten beobachten die aktuellen Entwicklungen mit großer Sorge und rufen zu einer sofortigen Beendigung der Gewalt auf. Jeder Akt der Gewalt führt zu einem erhöhten Leid der unschuldigen Menschen in Berg-Karabach, die bereits unter den Auswirkungen dieses langjährigen Konflikts gelitten haben.

Die Diözesan-Delegierten-Versammlung betont die Notwendigkeit einer umgehenden Beendigung der seit über sechs Monaten andauernden Blockade des s. g. Latschin-Korridors, der einzigen Verbindungsstraße zu Berg-Karabach. Diese Blockade hat zu einer humanitären Krise geführt, in der tausende Menschen nur unter enorm erschwerten Bedingungen Zugang zu grundlegenden lebenswichtigen Ressourcen, einschließlich medizinischer Versorgung, haben. Es müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, damit die Blockade aufgehoben wird, um das Leiden der Menschen zu lindern und ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Wir appellieren an die Bundesrepublik und internationale Gemeinschaft, ihre Bemühungen zu verstärken und alle diplomatischen Mittel einzusetzen, um eine friedliche Zukunft für die Menschen in Berg-Karabach zu gewährleisten. Eine nachhaltige Lösung erfordert die Achtung der Menschenrechte, einschließlich des Rechtes auf Selbstbestimmung. Die internationale Gemeinschaft muss sich dafür einsetzen, dass diese Rechte respektiert und geschützt werden. Eine gerechte Lösung des Konflikts ist der einzige Weg, um dauerhaften Frieden und Stabilität in der Region zu gewährleisten.

In dieser Zeit der Unsicherheit und des Leidens beten wir für den Frieden in Berg-Karabach und für eine gerechte Lösung des Konflikts. Wir appellieren an alle Menschen guten Willens, für ein Ende der Gewalt zu beten und sich aktiv für eine friedliche Zukunft in Berg-Karabach einzusetzen.

Köln, 02. Juli 2023

Präsidium
der Diözesan-Delegierten-Versammlung